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Cheat: Warum ein kleines Wort im Gaming für großen Ärger sorgt


cheat

Foto: BabbssDesigns/Shutterstock

Cheat ist ein Wort, das in der Gaming-Welt immer wieder für Diskussionen sorgt. Mal fällt es mitten im Chat, mal steht plötzlich der Vorwurf im Raum, jemand würde cheaten. Besonders in Online-Spielen kann daraus schnell mehr werden als nur ein kurzer Spruch unter Spielern.

Doch warum reagieren Gamer auf das Wort oft so empfindlich? Und weshalb kann ein kleiner Vorwurf im richtigen Moment sogar über Sieg oder Niederlage entscheiden? Hinter dem Begriff steckt eine Geschichte, die weit über moderne Online-Games hinausgeht.

Woher kommt Cheat eigentlich? Was bedeutet es, wenn jemand cheatet, und warum sind manche Formen davon völlig harmlos, während andere in einem Spiel für richtig Ärger sorgen können?

Was bedeutet Cheat?

Ein Cheat bezeichnet eine Möglichkeit, ein Spiel auf eine Weise zu beeinflussen, die vom normalen Spielablauf abweicht. Meist verschafft sich der Spieler dadurch einen Vorteil. Je nach Spiel kann es beispielsweise um zusätzliche Munition, mehr Geld, Unverwundbarkeit oder besondere Fähigkeiten gehen.

Das englische Wort cheat lässt sich mit Schummeln, Betrügen oder Täuschen übersetzen. Im Deutschen wird es vor allem im Zusammenhang mit Videospielen verwendet. Wer einen solchen Vorteil nutzt, cheatet also. Die Person selbst wird häufig als Cheater bezeichnet.

Dabei muss ein Cheat nicht automatisch bedeuten, dass ein externes Programm zum Einsatz kommt. Manche Spiele besitzen eigene Cheatcodes oder versteckte Funktionen. In anderen Fällen nutzen Spieler Fehler im Spiel, spezielle Programme oder technische Hilfsmittel.

Was bedeutet cheaten?

Cheaten bedeutet so viel wie schummeln oder sich einen unerlaubten Vorteil verschaffen. Besonders häufig hört man den Ausdruck in der Gamersprache. Wenn jemand sagt, ein anderer Spieler würde cheaten, steht meistens der Verdacht im Raum, dass dieser nicht mit fairen Mitteln spielt.

Das Verb wird dabei ganz selbstverständlich eingedeutscht. Man kann also sagen: Jemand cheatet, hat gecheatet oder wird als Cheater bezeichnet. Auch die Schreibweise gecheatet kommt im Alltag vor.

Der Ausdruck ist inzwischen allerdings nicht mehr ausschließlich auf Videospiele beschränkt. Umgangssprachlich kann beispielsweise auch jemand sagen, er habe bei einer Aufgabe gecheatet. Gemeint ist dann schlicht, dass geschummelt wurde.

Woher kommt das Wort Cheat?

Der Begriff Cheat stammt aus dem Englischen. Das englische Verb to cheat bedeutet unter anderem betrügen, täuschen oder schummeln. Über die Gaming-Kultur gelangte das Wort immer stärker in den deutschen Sprachgebrauch.

Mit der Verbreitung von Computerspielen bekam Cheat eine sehr konkrete Bedeutung. Entwickler bauten teilweise Funktionen ein, mit denen sie während der Entwicklung schneller testen konnten. So ließ sich beispielsweise ein bestimmtes Level überspringen oder eine Spielfigur mit zusätzlichen Fähigkeiten ausstatten.

Mit der Zeit fanden solche Funktionen auch ihren Weg zu den Spielern. Cheatcodes wurden in Spielezeitschriften veröffentlicht, in Foren ausgetauscht und später im Internet gesammelt. Dadurch wurde der Begriff auch außerhalb der eigentlichen Entwicklerwelt bekannt.

Welche Arten von Cheats gibt es?

Cheats können ganz unterschiedlich funktionieren. Während ein klassischer Cheatcode direkt im Spiel eingegeben wird, greifen andere Methoden wesentlich stärker in den Ablauf eines Spiels ein.

  • Aimbot: Eine technische Hilfe übernimmt oder unterstützt das Zielen und kann dadurch einen deutlichen Vorteil verschaffen.
  • Cheatcodes: Bestimmte Tastenkombinationen oder Eingaben schalten besondere Funktionen frei.
  • God Mode: Die Spielfigur wird unverwundbar und kann normalerweise keinen Schaden mehr nehmen.
  • Maphack: Bereiche der Spielkarte, die normalerweise verborgen bleiben, werden sichtbar gemacht.
  • Speedhack: Die Bewegungsgeschwindigkeit einer Spielfigur wird künstlich erhöht.
  • Unendlich Munition: Waffen oder andere Verbrauchsgegenstände können ohne Begrenzung genutzt werden.
  • Wallhack: Gegner oder andere Elemente werden sichtbar, obwohl sie eigentlich durch Wände oder Hindernisse verborgen sein sollten.

Nicht jede dieser Varianten funktioniert auf die gleiche Weise. Manche Cheats verändern lediglich Werte innerhalb des Spiels. Andere greifen von außen in das Spielgeschehen ein oder nutzen technische Schwachstellen aus.

Was ist ein Cheatcode?

Ein Cheatcode ist eine bestimmte Eingabe, mit der sich eine zusätzliche Funktion in einem Spiel aktivieren lässt. Dafür kann beispielsweise eine Tastenkombination, ein bestimmtes Wort oder eine spezielle Reihenfolge von Eingaben notwendig sein.

Solche Codes waren besonders bei älteren Spielen weit verbreitet. Spieler konnten damit beispielsweise zusätzliche Leben erhalten, alle Waffen freischalten oder eine Spielfigur unverwundbar machen. Ein bekannter Vertreter ist der sogenannte Konami-Code, der durch seine Kombination aus Tasten und Pfeilen zu einem der bekanntesten Cheatcodes der Videospielgeschichte wurde.

Interessant ist dabei: Ein Cheatcode muss nicht immer mit Betrug im klassischen Sinn verbunden sein. In einem Einzelspieler-Spiel kann er einfach dazu dienen, das Spiel auf eine andere Art zu erleben oder eine besonders schwierige Stelle zu umgehen.

Warum sind Cheats in Online-Spielen so problematisch?

Im Einzelspieler-Modus entscheidet letztlich jeder selbst, wie er spielen möchte. Wer sich dort beispielsweise zusätzliche Munition verschafft, nimmt den anderen Spielern keinen Sieg weg. Anders sieht es bei Online-Partien aus.

Wer in einem Multiplayer-Spiel einen unerlaubten Cheat verwendet, tritt gegen andere Spieler mit einem Vorteil an. Ein Aimbot kann beispielsweise das Zielen erleichtern, während ein Wallhack Informationen liefert, die andere Spieler nicht besitzen. Dadurch geht es nicht mehr nur um den eigenen Spielstil, sondern um einen unfairen Eingriff in den Wettbewerb.

Genau deshalb reagieren Entwickler bei Online-Spielen häufig deutlich strenger. Cheater können gemeldet, aus einer Partie entfernt oder dauerhaft gesperrt werden. Je nach Spiel kann außerdem der gesamte Account betroffen sein.

Was ist ein Cheater?

Als Cheater wird eine Person bezeichnet, die einen Cheat verwendet oder sich auf andere Weise einen unerlaubten Vorteil verschafft. Besonders häufig fällt der Begriff bei Multiplayer-Spielen.

Allerdings sollte der Vorwurf nicht vorschnell ausgesprochen werden. Ein Spieler kann ungewöhnlich gut sein, besonders schnell reagieren oder einfach eine Situation besser eingeschätzt haben. Erst wenn konkrete Anzeichen für einen Cheat vorliegen, lässt sich tatsächlich von Cheating sprechen.

In der Gaming-Community wird das Wort deshalb häufig als Vorwurf verwendet. Ein Satz wie Du cheatest doch kann sowohl ernst gemeint sein als auch einfach eine Reaktion darauf sein, dass jemand außergewöhnlich gut gespielt hat.

Ist ein Glitch dasselbe wie ein Cheat?

Nein, ein Glitch und ein Cheat sind nicht grundsätzlich dasselbe. Ein Glitch ist zunächst ein Fehler oder eine ungewöhnliche Störung innerhalb eines Spiels. Dadurch kann beispielsweise eine Spielfigur durch eine Wand laufen oder an einen Ort gelangen, der eigentlich nicht erreichbar sein sollte.

Wird ein solcher Fehler gezielt ausgenutzt, kann daraus allerdings ein unfairer Vorteil entstehen. Dann spricht man häufig von Exploiting oder Bugusing. Die Grenzen zwischen Glitch, Exploit und Cheat können deshalb je nach Spiel und Situation etwas verschwimmen.

Der entscheidende Unterschied liegt vor allem darin, wie der Effekt entsteht. Ein Cheat wird bewusst eingesetzt, während ein Glitch ursprünglich durch einen Fehler oder eine unerwartete Reaktion des Spiels entsteht.

Was ist der Unterschied zwischen Cheat und Hack?

Auch die Begriffe Cheat und Hack werden im Gaming-Alltag häufig durcheinandergebracht. Ein Cheat beschreibt zunächst den unfairen Vorteil selbst. Ein Hack kann dagegen eine technische Methode oder ein Programm bezeichnen, mit dem dieser Vorteil erreicht wird.

Im normalen Sprachgebrauch werden beide Wörter allerdings nicht immer sauber voneinander getrennt. Deshalb hört man beispielsweise auch von Hackern, wenn eigentlich Spieler gemeint sind, die Cheats verwenden.

Warum gibt es überhaupt Cheats in Videospielen?

Cheats waren nicht von Anfang an ausschließlich als Mittel zum Schummeln gedacht. Während der Entwicklung eines Spiels brauchen Programmierer und Tester Möglichkeiten, schnell bestimmte Situationen zu erreichen. Ein Entwickler möchte schließlich nicht jedes Mal das komplette Spiel durchspielen, wenn eine bestimmte Stelle überprüft werden soll.

Deshalb können Spiele interne Testfunktionen enthalten. Mit ihnen lassen sich beispielsweise Level überspringen, Gegenstände freischalten oder bestimmte Fähigkeiten aktivieren. Einige dieser Funktionen gelangen später auch in die fertige Version eines Spiels.

Aus solchen Entwicklerwerkzeugen entwickelte sich im Laufe der Zeit eine eigene Cheat-Kultur. Spieler tauschten Codes aus, veröffentlichten Listen und suchten nach neuen Möglichkeiten, Spiele auf ungewöhnliche Weise zu verändern.

Welche bekannten Cheats gibt es?

Einige Cheats sind weit über einzelne Spiele hinaus bekannt geworden. Dazu gehört beispielsweise der God Mode, bei dem die Spielfigur unverwundbar wird. Ebenfalls bekannt ist der Noclip-Modus, der unter anderem das Durchqueren von Wänden ermöglichen kann.

Auch der bereits erwähnte Konami-Code hat einen festen Platz in der Videospielgeschichte. Die Tastenkombination wurde ursprünglich in verschiedenen Spielen des japanischen Herstellers Konami eingesetzt und später zu einem bekannten Easter Egg der Gaming-Kultur.

Bei modernen Online-Spielen stehen dagegen häufig Aimbots, Wallhacks und ähnliche Programme im Mittelpunkt. Sie sind besonders umstritten, weil sie anderen Spielern einen direkten Nachteil verschaffen.

Was bedeutet Cheat außerhalb des Gamings?

Der Ausdruck kann auch außerhalb von Videospielen verwendet werden. Dort steht cheaten meist einfach für schummeln oder betrügen. Der Zusammenhang entscheidet darüber, was genau gemeint ist.

In sozialen Medien oder im Alltag kann beispielsweise jemand sagen, dass eine Person bei einer Aufgabe gecheatet hat. Auch beim Thema Beziehungen wird der englische Ausdruck verwendet. Wer seinen Partner oder seine Partnerin betrügt, kann ebenfalls als jemand bezeichnet werden, der cheatet.

Trotz dieser weiteren Bedeutungen denken viele Menschen beim Wort Cheat zuerst an Videospiele. Das liegt vor allem daran, dass der Begriff durch die Gaming-Kultur besonders stark in den deutschen Sprachgebrauch eingegangen ist.

Wie wird Cheat in der Gamersprache verwendet?

In der Gaming-Community taucht Cheat in vielen unterschiedlichen Formulierungen auf. Besonders häufig wird das Wort als Vorwurf verwendet, wenn ein Spieler ungewöhnlich gute Leistungen zeigt.

  • Du cheatest! – Jemand wird beschuldigt, einen unerlaubten Vorteil zu nutzen.
  • Der spielt mit Cheats. – Es besteht der Verdacht, dass ein Spieler manipuliert.
  • Er ist ein Cheater. – Eine Person wird als Nutzer von Cheats bezeichnet.
  • Ich habe gecheatet. – Jemand gibt zu, einen Cheat verwendet zu haben.
  • Das war kein Cheat, sondern ein Glitch. – Ein ungewöhnlicher Spieleffekt wird als Fehler und nicht als absichtliche Manipulation eingeordnet.

Gerade im Chat kann das Wort dabei auch mit einem Augenzwinkern verwendet werden. Wer in einem Spiel plötzlich eine besonders starke Runde hinlegt, bekommt von Freunden manchmal scherzhaft den Titel Cheater verpasst.

Was passiert mit Spielern, die online cheaten?

Viele Online-Spiele setzen inzwischen auf sogenannte Anti-Cheat-Systeme. Sie sollen verdächtige Programme oder ungewöhnliche Spielmuster erkennen und verhindern, dass sich einzelne Spieler dauerhaft einen unfairen Vorteil verschaffen.

Wird ein Cheat erkannt oder ausreichend belegt, kann der Entwickler Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören beispielsweise eine Verwarnung, ein Ausschluss aus einer Partie oder eine längerfristige beziehungsweise dauerhafte Sperre des Accounts.

Das Vorgehen unterscheidet sich allerdings von Spiel zu Spiel. Auch deshalb lohnt es sich, die jeweiligen Regeln eines Online-Spiels zu beachten. Was in einem Einzelspieler-Modus erlaubt ist, kann im Multiplayer bereits einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen darstellen.

Häufige Fragen zum Begriff Cheat

Was bedeutet Cheat auf Deutsch?

Cheat bedeutet auf Deutsch je nach Zusammenhang Schummel, Betrug oder Täuschung. Beim Gaming bezeichnet ein Cheat meist eine Möglichkeit, sich einen Vorteil außerhalb des normalen Spielablaufs zu verschaffen.

Was bedeutet cheaten?

Cheaten bedeutet schummeln oder betrügen. Im Gaming wird damit meist die Nutzung eines Cheats oder einer anderen unerlaubten Methode bezeichnet, die einen Vorteil im Spiel verschafft.

Was ist ein Cheater?

Ein Cheater ist eine Person, die in einem Spiel Cheats oder andere unerlaubte Hilfsmittel verwendet, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Ist ein Glitch ein Cheat?

Nein. Ein Glitch ist zunächst ein Fehler oder eine ungewöhnliche Reaktion des Spiels. Wird dieser Fehler gezielt ausgenutzt, kann daraus jedoch ein unfairer Vorteil entstehen.

Ist Cheaten in Spielen erlaubt?

Das hängt vom Spiel und vom jeweiligen Modus ab. In einem Einzelspieler-Spiel können integrierte Cheats ausdrücklich vorgesehen sein. In Online-Spielen sind unerlaubte Cheats dagegen meist verboten und können zu einer Sperre führen.

Fazit

Ein Cheat steht beim Gaming für eine Möglichkeit, den normalen Spielablauf zu verändern und sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen. Das kann über einen klassischen Cheatcode, einen Glitch, ein externes Programm oder andere technische Methoden geschehen.

Das englische Wort ist längst Teil der deutschen Gamersprache. Wer cheatet, schummelt. Ein Spieler, der dabei erwischt wird, gilt als Cheater. Während Cheats im Einzelspieler-Modus teilweise einfach für zusätzlichen Spaß sorgen, können sie in Online-Spielen das gesamte Gleichgewicht einer Partie verändern.

Genau deshalb hat das Wort Cheat in der Gaming-Community einen ziemlich unterschiedlichen Klang. Mal geht es um einen alten Cheatcode, der für einen lustigen Effekt sorgt. Mal steht dahinter ein ernsthaftes Problem, das den fairen Wettbewerb zwischen Spielern beeinträchtigt.