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Dub: Was steckt hinter der Synchronisation bei Filmen und Serien


Dub

Foto: Andrei_Diachenko / Shutterstock

Dub begegnet uns häufig bei Animes, Filmen oder Serien. Oft steht es direkt hinter dem Titel und viele fragen sich: Was bedeutet Dub eigentlich? Der Begriff ist in der Medienwelt weit verbreitet, doch nicht jeder kennt seine genaue Bedeutung.

Ob Streaming, Synchronisation oder Fanprojekte – Dub ist überall präsent. Wer die Hintergründe kennt, versteht nicht nur die Medien besser, sondern kann auch bewusst entscheiden, welche Version er bevorzugt.

In diesem Artikel erklären wir, was Dub wirklich heißt, wie es verwendet wird und warum es besonders für Zuschauer wichtig ist, die Filme oder Serien in ihrer Sprache erleben möchten. Außerdem beleuchten wir Unterschiede zu Sub und geben praktische Beispiele für die Nutzung.

Was bedeutet Dub?

Dub stammt aus dem Englischen „to dub“ und bedeutet übersetzt „synchronisieren“. Wenn ein Film oder eine Serie „dubbed“ ist, hört man die Dialoge nicht in der Originalsprache. Stattdessen läuft die Tonspur in einer anderen Sprache, zum Beispiel Deutsch oder Englisch. Auf diese Weise wird der Inhalt für ein breiteres Publikum zugänglich und verständlich.

Es gibt unterschiedliche Varianten. „GerDub“ steht für die deutsche Synchronisation, „EngDub“ für die englische Version. In der Anime- oder Serien-Community begegnet man zudem Fandubs. Dabei übersetzen und vertonen Fans die Original-Tonspur selbst, um Inhalte einem speziellen Publikum zugänglich zu machen. Fundubs gehen noch einen Schritt weiter: Sie parodieren die Originalinhalte und sorgen so für humorvolle oder satirische Abwandlungen.

Dub ist also nicht nur eine technische Bezeichnung, sondern beschreibt auch eine kreative Anpassung von Inhalten. Ob professionell oder von Fans erstellt – die Synchronisation verändert oft die Wahrnehmung des Films oder der Serie und macht die Erfahrung für Zuschauer in verschiedenen Sprachen erlebbar.

Woher stammt Dub?

Der Begriff Dub stammt ursprünglich aus dem Englischen und wurde bereits in den 1920er-Jahren in der Filmindustrie genutzt. Damals bedeutete „to dub“, eine Tonspur zu überspielen oder zu verändern. So konnte man Dialoge anpassen oder neue Sprachen einfügen. Mit der Zeit entwickelte sich der Ausdruck zu einer festen Bezeichnung für Synchronisationen von Filmen und Serien.

Später fand Dub auch seinen Weg in die Musik, vor allem in der jamaikanischen Dub- und Reggae-Szene. Hier bezeichnete es das kreative Mischen und Neuanordnen von Tonspuren, um besondere Effekte zu erzielen.

Heute ist Dub fest in der Online- und Streaming-Kultur etabliert. Sowohl Plattformen als auch Fans nutzen den Begriff, um deutlich zu machen, welche Inhalte synchronisiert oder bearbeitet wurden. Dadurch wissen Zuschauer sofort, ob sie die Originalsprache hören oder eine angepasste Version.

Welche weiteren Bedeutungen hat Dub?

Dub ist nicht nur ein Begriff für Synchronisationen. Je nach Kontext taucht er in Musik, als Name oder als Abkürzung auf. Hier ein Überblick:

  • Musik:
    • Dub – Musikstil, vor allem aus Reggae
    • Dub-Techno – spezielle Spielart des Techno
  • Orte / Personen:
    • Dub – Ortsnamen in Montenegro, Serbien oder Tschechien
    • Dubh / Dub – schottischer König
    • Julius Dub – deutscher Physiker
  • Organisationen / Abkürzungen:
    • DUB – Deutscher Unihockey-Bund
    • DUB – Dortmunder Union-Brauerei
    • DUB – Dubai Air Wing, ICAO-Code
    • DUB – Flughafen Dublin, IATA-Code

Wie wird Dub verwendet?

Dub wird vor allem bei Filmen, Serien und Animes genutzt. Wer die Originaltonspur nicht hören möchte oder kann, entscheidet sich für die Dub-Version. Meist kann man zwischen mehreren Sprachen wählen, sodass Inhalte für ein breiteres Publikum verständlich werden. So ermöglicht Dub, dass Zuschauer leichter folgen und Dialoge direkt verstehen.

Im Internet stößt man außerdem auf Fandubs. Fans übersetzen und vertonen die Serie selbst, wodurch neue Interpretationen entstehen. Fundubs wiederum dienen meist der Parodie oder einem humorvollen Twist. Sie zeigen Kreativität und Witz und verändern die ursprüngliche Handlung spielerisch. So werden bekannte Szenen auf unterhaltsame Weise neu erlebbar.

Was ist der Unterschied zwischen Dub und Sub?

Dub zeigt die Dialoge in einer anderen Sprache. Die Originaltonspur wird also ersetzt. Sub hingegen lässt die Originalsprache unverändert und fügt Untertitel hinzu. So bleibt der originale Klang erhalten, während man den Inhalt versteht.

Dub ist praktisch, wenn man den Film oder die Serie schnell verstehen möchte. Besonders für jüngere Zuschauer oder Gelegenheitsgucker ist es oft leichter, dem Geschehen zu folgen. Sub richtet sich dagegen an Fans der Originalfassung. Wer die Sprache, Stimme und Stimmung der Charaktere erleben will, wählt Sub.

Beide Varianten haben Vorteile. Dub erleichtert das Schauen, Sub bewahrt die Authentizität. Oft hängt die Wahl von persönlichen Vorlieben oder vom jeweiligen Medium ab. Bei Animes oder ausländischen Filmen etwa nutzen viele Sub, um die Originalsprache zu genießen. Wer dagegen auf Streaming-Plattformen entspannt schauen möchte, greift häufig zu Dub.

Fazit

Dub bezeichnet die Synchronisation von Filmen, Serien oder Animes in einer anderen Sprache. Die Originaltonspur wird dabei ersetzt. So hört man die Dialoge nicht in der ursprünglichen Sprache, sondern in einer Übersetzung, die leichter verständlich ist. Dub kann professionell erstellt werden, zum Beispiel von Studios, oder von Fans als Fandub. Außerdem gibt es Fundubs, die den Inhalt humorvoll abwandeln.

Wer Dub wählt, entscheidet sich bewusst für die übersetzte Tonspur. So kann man Dialoge besser verstehen, auf Witze reagieren und den Inhalt ohne Sprachbarrieren genießen. Gleichzeitig ermöglicht Dub ein entspanntes Schauen, besonders wenn man die Originalsprache nicht beherrscht. Im Vergleich zu Sub bietet Dub somit eine direkte, leicht zugängliche Alternative, während Sub die Originalität und Stimmung der Charaktere bewahrt.